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Wurst(en) macht satt!


Bratwürste mal selbst herzustellen und mich daran zu wagen, stand schon länger auf der Liste der ToDos. Ich war mir immer unsicher, da ich die Küchenmaschine Bosch MUM56340 besitze und es keinen originalen Wurstfülleraufsatz gibt. Kurz vor dem Kauf eines separaten Wurstfüllers habe ich dann aber einen Aufsatz gefunden, der auch passt und so konnte es nun losgehen.


Ich habe mir bei meinen Metzgern des Vertrauens ca. 10 Meter Schweinedarm und 3 kg Schweinenacken besorgt. Der MdV wollte schon das Fett vom Fleisch schneiden, aber ich konnte ihn noch abhalten. Für die Wurst ist ein hoher Fettanteil perfekt. Nun war halt noch die Frage, wie ich es am besten würze. Da ich mich nicht wirklich entscheiden konnte, habe ich mich dazu entschieden, drei verschiedene Varianten zu testen.

  • Mediterran

  • Bacon-Zwiebel-Whisky

  • BBQ-Style

Als erstes mussten die 3 Kilo also gewolft werden. Ich habe die Stücke in Würfel geschnitten und die Maschine hat den Rest erledigt. Ich habe das Hack in 3 x 1kg aufgeteilt und nun ging es ans Würzen.

Ich empfehle Euch, eine kleine Testbulette von der "fertig" gewürzten Mischung in die Pfanne zu hauen. So könnt Ihr gut testen, wie die Bratwurst am Ende schmecken wird. Die 5 Minuten Zeit solltet Ihr investieren.

Die folgenden Zutaten sind jeweils für 1 Kilo Fleisch.

Mediterran


  • 3 TL Meersalz (gehäuft)

  • 1 TL Pfeffer

  • 2 TL geräuchertes Paprika

  • 2 EL Basilikum (gehackt)

  • 1 EL Rosmarin (gehackt)

  • 1 EL Petersilie (gehackt)

  • 6 getrocknete Tomaten (gehackt)

  • 1 TL Majoran (getrocknet)

  • 3 Zehen Knoblauch (gehackt)

Bacon-Zwiebel-Whisky


  • 6 cl Whisky

  • 3 EL Olivenöl

  • 1 TL Pfeffer

  • 3 TL Baconsalz

  • 1 EL Zuckerrübensirup

  • 3 Zwiebeln

  • 3 Scheiben Bacon (dick geschnitten, ansonsten gerne auch eine Scheibe mehr)

BBQ-Style


  • 3 EL BBQ Rub (ich habe Macho Muchacho von Ankerkraut genommen, es geht aber natürlich auch jedes andere. Hauptsache, es schmeckt Euch)

  • 3 EL BBQ Sauce (ich habe Jack Daniels - Full Flavour Smokey genommen, es geht aber natürlich auch jedes andere. Hauptsache, es schmeckt Euch)

Nachdem das Fleisch nun fertig gewürzt, gebraten, getestet und für GUT befunden wurde, war es Zeit für den Umbau der Maschine. An dieser Stelle ein Tip - nehmt unbedingt die Lochscheibe aus dem Wolf, ansonsten wird das Hackfleisch nicht gescheit in die Tülle gedrückt und staut sich.

Zum Thema Darm... Ich habe den Darm bereits in etwas Wasser eingelegt bekommen. Wenn Ihr diesen noch länger aufbewahren wollt, salzt ihn noch mal im Wasser und versucht das Salz vorsichtig zu verteilen. Ansonsten schaut, dass die Tülle angefeuchtet ist. Wenn Ihr dann den Anfang habt, pustet leicht hinein. Der Darm füllt sich wie ein Ballon. Das vereinfacht dann das aufziehen des Darms auf die Tülle. Schiebt den Darm dann Stück für Stück auf, bis er komplett auf der Tülle steckt.


Als Ziel für die Wurst habe ich ein Backblech genommen und einen Schluck Wasser hineingekippt. So kann man die Wurst besser in die Richtung schieben, die man möchte.

Lasset die Spiele beginnen. Das Fleisch kann kommen. Die Maschine schiebt das Hack Richtung Tülle und wenn das Fleisch vorne angekommen ist, macht einen Knoten in den Darm. Weiter geht´s, die Maschine drückt das Fleisch in den Darm. Wenn Ihr einen Wurstfüller zum Kurbeln habt, macht es Sinn, dass Ihr einen Helfer dazu nehmt. Ansonsten wird es schwierig und stressig.

Ich habe es mit den 3 Sorten so gemacht, dass wenn eine leer war, die nächste gleich hinterher kam. Es gab also quasi immer eine "Übergangswurst".

Zum Schluss habe ich dann noch eine Zwiebel durch die Maschine gejagt, so dass auch noch das Fleisch in der Spirale in die Wurst kam.

Nun musste ich noch das andere Ende des Darms verknoten und konnte danach denn die Würste alle ca. 15 cm abdrehen. Dazu habe ich die Stelle leicht zusammengedrückt und die neue Wurst ein paar Mal um die eigene Achse gedreht. Bei der nächsten Wurst genauso, nur in die andere Richtung. Und so weiter - immer abwechselnd.


Nach der Arbeit kommt das Vergnügen. Grill an und los geht es. Die Würste wurden zunächst bei 180-200 Grad indirekt für 10 Minuten gegart. Zum Schluss habe ich ihnen dann noch die direkte Hitze gegönnt. Beide Seite jeweils 3 Minuten.

Als Fazit muss ich sagen, dass es zuerst einmal Megaspaß macht, seine eigenen Würstchen herzustellen. Klar ist es mit etwas Aufwand verbunden, aber es lohnt sich wirklich. Man weiß genau, was drin ist und da sie mit Liebe gemacht sind, können sie gar nicht schlecht schmecken.

Die Würstchen waren super! Meine Favoriten sind BBQ-Style und Mediterran... Da kann ich mich nicht wirklich entscheiden.

Was ich beim nächsten mal ändern werde? Definitiv noch mehr Fett verarbeiten. Ich denke, ich werde da schauen, dass ich mehr Bauch mit reinwurste.

#Wurst #Sausage #Pork #Schwein

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