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Besuch beim Biohof Struwe

Ich besuche ja immer wieder mal gerne Hersteller und Erzeuger vor Ort, um mir einen Einblick hinter die Kulissen zu verschaffen. Und es ist immer wieder interessant. Man bekommt ein viel besseres Verständnis für das Endprodukt und weiß dieses in der Regel auch viel mehr zu schätzen.


Dieses mal habe ich den Biohof Struwe in Werl besucht, welcher neben Kartoffeln und Getreide auch als Geflügelbauer tätig ist und dieses unter der Marke Biohaehnchen.de verkauft (und versendet).



Angefangen hat alles vor etwa 100 Jahren mit konventioneller Milchkuh- , Schweinehaltung und Ackerbau. Mittlerweile haben sich Ulrike Brinkmann und ihr Mann Marcus aber auf die Aufzucht und Haltung von Masthähnchen und Legehennen spezialisiert. Zusätzlich betreiben sie einen Bioladen in Werl, in dem die eigenen, aber auch andere Produkte verkaufen. Der Hof wird seit Beginn der 90er nach den Richtlinien des Biolandes-Verband bewirtschaftet.



Als wir zu Besuch waren, hat sich Marcus viel Zeit genommen, uns alles erklärt und die Stallungen mit den Tieren gezeigt. Wir haben alles rund um die Aufzucht erzählt bekommen. Zum Beispiel auch, was die Aufzucht der Bruderhähne angeht. Diese werden nicht geschreddert, sondern großgezogen. Da die Haltung der Bruderhähne aber deutlich aufwendiger ist, wird dies durch eine Quersubventionierung ausgeglichen. Die Eier werden hierfür ein paar Cent teurer verkauft.



Auf über 3000qm Wiese haben die Tiere die Möglichkeit, herumzulaufen, wie sie möchten. Da es bei unserem Besuch sehr sonnig und warm war, haben sich die Tiere allerdings lieber im Schatten bzw. im Stall aufgehalten. Ich bin immer wieder fasziniert, wie neugierig und zutraulich die Tiere sind. :-)


Die Hühner werden in Gruppen von bis zu 500 Tieren gehalten. Das hört sich erst mal viel an, aber die Richtlinien des Bioland-Verbandes würden 3500 Tiere in einer Gruppe zulassen. Also kann man doch von einer kleinen Gruppe sprechen. Ein Vorteil von so kleinen Gruppen ist, dass sich die Tiere noch untereinander erkennen. Und das reduziert wiederum den Stresspegel...


Mit bis zu 12 Wochen bekommen die Hähnchen doppelt bis fast drei mal so viel Zeit zum Aufwachsen, wie in der konventionellen Aufzucht. Und auch der Schlachtbetrieb ist nur 15 km entfernt.



Das Futter kommt aus dem eigenen Bio-Anbau und Antibiotikum ist natürlich kein Thema. Also insgesamt tolle Vorraussetzungen für ein gutes Endprodukt, welches man mit ruhigem Gewissen kaufen bzw. essen kann.


Und wie schmeckt nun das Fleisch? Wir haben uns ein Testpaket bestellt, in dem ein Hähnchen, Bratwürste, Flügel und Schenkel enthalten waren. das ganze Hähnchen haben wir noch nicht gegessen, aber zum Rest können wir sagen, dass es sehr aromatisches und saftiges Fleisch ist. Es ist etwas fester, aber nicht störend. Auch die Haut ist nicht zu fest. Wir können Euch das Fleisch also wärmstens empfehlen.



Kaufen könnt Ihr es vor Ort in Werl in dem Bioladen oder aber online über www.biohaehnchen.de. Seit kurz werden nicht nur tiefgekühlte Produkte, sondern auch Frischfleisch angeboten.


Aus den Schenkeln hatte ich übrigens leckere Tacos gemacht. Das Rezept dazu findet Ihr hier.


Zum Schluss möchte ich noch mal klarstellen, dass ich für diesen Bericht nicht bezahlt wurde. Wenn ich das Gefühl habe, dass jemand (Hersteller, Erzeuger, Betrieb) einen guten Job macht und wir alle etwas davon haben, dann berichte ich gern darüber und versuche damit, die Informationen an Euch weiter zu geben, warum ein Hähnchen aus guter Haltung auch mal das doppelte kostet, wie im Supermarkt.

Dafür bekomme ich aber top Qualität und kann mir sicher sein, dass es dem Tier gut ging. :-)



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