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Pulled Chicken - klassisch, schnell und einfach

Aktualisiert: 12. März 2019


Pulled Chicken ist eine super und vor allem deutlich schnellere Alternative zu Pulled Pork oder Pulled Beef. Mit diesem Rezept möchte ich Euch zeigen, wie Ihr innerhalb weniger Stunden einen tollen Pulled Chicken Burger zaubern könnt. Die Geschichte ist also durchaus auch mal für spontane Aktionen geeignet.


Folgende Zutaten braucht Ihr für 6 Personen:

  • 4 x Hähnchenoberkeulen

  • BBQ-Rub Eurer Wahl (z.B. Magic Dust von Ankerkraut)

  • 6 x Burgerbuns

  • 6 Scheiben Cheddar

  • Portion Coleslaw

  • 500ml Apfelsaft

  • BBQ-Sauce (z.B. BBQUE)

Als erst könnt Ihr schon mal den Grill an den Start bringen. Ihr braucht eine indirekte Zone bei ca. 120 Grad. Diese Temperatur wird über gute 3 Stunden benötigt. Wenn Ihr beim Kugelgrill mit einem Minionring arbeiten wollt, erfahrt Ihr hier, wie genau das funktioniert.

Während der Grill auf Temperatur kommt, kümmert Ihr Euch nun um die Hähnchenkeulen. Grundsätzlich kann man Pulled Chicken aus allen Teilen vom Hähnchen machen, aber die Oberkeulen sind durch den verhältnismäßig hohen Fettanteil schön Saftig und eignen sich einfach am Besten.

Würzt die Keulen nun von allen Seiten mit Eurem Rub. Löst dazu auch etwas die Haut vom Fleisch, so könnt Ihr auch unter der Haut schön würzen. Hebt die Haut etwas an und fahrt dann mit dem Finger darunter, um sie vom Fleisch zu trennen. Das geht recht einfach.

Wenn der Grill eingeregelt ist, können die Keulen auch schon aufgelegt werden. Für ein schönes Raucharoma habe ich einen Hickory-Chunk mit aufgelegt. Ich persönlich stehe auf intensiven Rauchgeschmack. Bei Geflügel oder Fisch kann man aber auch gut mit etwas milderen Obsthölzern arbeiten. Ich empfehle immer die KokokoEggs von McBrikett. Die halten stabil die Hitze und man kann sie auch nach dem Ablöschen noch mal verwenden. Beim Gasgrill könnt Ihr den Chunk direkt auf den Rost über die Flamme legen. Das Holz fängt an zu glimmen und das Raucharoma wird entwickelt.

Unter die Hähnchenkeulen empfehle ich eine Schale mit der Hälfte des Apfelsaftes zu stellen. Das sorgt für ein feuchtes Klima im Grill, das Fett wird aufgefangen und kann später unter das Fleisch gemischt werden. Außerdem saut der Grill nicht so ein. :-)

Mit der anderen Hälfte des Saftes sprüht Ihr die Keulen alle 30 Minuten ein. So bekommt Ihr eine tolle knusprige Haut.

Während die Hähnchen nun im "Smoker" liegen, könnt Ihr Euch um den Coleslaw kümmern.

Nach 1,5 Stunden könnt Ihr mal schauen, wie die Kerntemperatur aussieht. Ziel sollten 80 Grad sein. Wenn Ihr kein Thermometer zur Hand habt, könnt Ihr auch einfach mit einer Messerspitze durch die Haut in Fleisch stechen. Wenn klarer Fleischsaft austritt, sind die Keulen fertig.

Sind die 80 Grad erreicht, nehmt die Keulen vom Grill und fahrt diesen nun auf rund 180 Grad hoch. Wir benötigen die höheren Temperaturen später noch, um den Käse zu schmelzen.


Zieht bei den Keulen die Haut ab und legt sie zur Seite. Sie wird später klein geschnitten und unter das Fleisch gemischt. Sollte die Haut nicht so knusprig geworden sein, wie Ihr es euch wünscht, könnt Ihr sie auch in einer Pfann