• Bjoern

Grasgeflüster unter Wagyus

Was ein romantischer Titel oder? Aber irgendwie passt es, denn als ich letztens Katrin und Christoph von Wagyu-Sauerland besucht habe, war es wirklich Romantik und Idylle pur.



Mit 22 Grad und strahlend blauem Himmel war perfektes Wetter. Die Bäume blühen und alles ist saftig grün. Dann kommst Du auf den Hof gefahren und rundherum ist nichts anderes als Wiesen, Weiden und Wälder... Und auf den Wiesen grasen zufrieden die Wagyus. Macht man einen Schritt auf den Zaun zu, kommen sie sofort neugierig und wollen schauen, was los ist. Ein Traum!


Diejenigen von Euch, die mir schon eine Weile folgen, kommt der Name vielleicht bekannt vor. Stimmt, vor ziemlich genau einem Jahr habe ich die beiden schon mal besucht (den Beitrag findet Ihr hier). Ich war damals auf sie aufmerksam geworden, als ich das Schlüsselwort "Sauerland" las, denn da komme ich ursprünglich ja auch her.


Wer sind die beiden?


Damals waren Kati und Christoph noch in Giershagen, doch im Sommer letztes Jahr haben sie sich ihren Traum erfüllt und sind mit den Tieren auf ihren eigenen Hof in Arnsberg gezogen. Hier haben sie deutlich mehr Platz und Möglichkeiten, sich stetig zu vergrößern.


Aus den 15 Tieren in Giershagen sind nun etwa 40 Tiere in Arnsberg geworden.



Kati und Christoph züchten 100% reinrassige Fullblood Wagyus. Wenn man mit den beiden spricht, merkt man, dass sie vom Fach sind. Christoph ist in einem Milchviehbetrieb aufgewachsen, hat Agrarwissenschaften studiert und arbeitet nebenher in einem Unternehmen, welches sich um Zucht und Genetik von Wagyus kümmert.

Auch Kati hat Agrawissenschaft studiert (da haben sich die beiden kennengelernt) und ist nun wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich.


An der Tatsache, dass die beiden eigentlich noch im Angestelltenverhältnis arbeiten und sich nebenher um die Tiere, deren Zucht und Vermarktung und um den Hof kümmern, merkt man die Leidenschaft und Liebe, die sie mitbringen.



Und wie läuft das jetzt ab mit der Zucht?


Die erste Generation der Rinder wurden von Leihmüttern (also quasi Leihkühe) ausgetragen. Hier bekommen die Kälber 2x am Tag Milch, etwas Müsli und Heu. Nach etwa 9 Monaten gehen sie dann mit raus auf die Weide. Die zweite Generation ist aber schon unterwegs und dann ist reine Mutterkuhhaltung angesagt. Das bedeutet, die Kälber bleiben bei den Müttern und werden von ihnen gesäugt, bis sie selbstständig Gras fressen.