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Hähnchen ganz puristisch

Selten war eine Zutatenliste so kurz wie bei diesem Rezept. Das schadet dem Geschmack aber in keinster Weise. Im Gegenteil. Manchmal ist weniger einfach mehr.


Es gab Hähnchen und das wurde dieses mal ganz puristisch zubereitet. Mit Salz und Butter. Das war es. Man sollte ja immer auf gute Ausgangsprodukte achten. Das habe ich auch hier gemacht.



Das Hähnchen kam aus der erweiterten Nachbarschaft vom Hoflädchen Ochsenschläger. Die Tiere wachsen da ganz gemütlich ohne Turbomast auf und haben genügend Platz, sich den ganzen Tag im Freien zu bewegen und zu Scharren. Also genau so, wie es sein soll.


Das Fleisch ist nicht ganz so zart, wie das Pendant aus der Massentierhaltung (die Freilandhähnchen haben halt die Möglichkeit, Muskeln zu entwickeln), aber mit der richtigen Zubereitung (einfach etwas mehr Zeit lassen) bekommt man ein Gericht, dass unheimlich intensiv nach gutem Geflügel schmeckt. Das Aroma ist so viel besser!


Und genau das ist der Grund, warum ich es so puristisch zubereitet habe. Ich wollte das Produkte in den Mittelpunkt rücken und einfach das pure Aroma haben.



Folgende Zutaten braucht Ihr für 4 Personen:

  • 1 Freilandhähnchen (ca. 1,3 kg)

  • 75 g Butter

  • Salzflocken

  • ein halbes Bund Petersilie

  • 1 Bio-Orange

  • 2 Knoblauchzehen


Ich habe das Hähnchen am Drehspieß über offenem Feuer auf dem OFYR zubereitet. Hier ist es zunächst wichtig, das Hähnchen alle 10-15 Minuten zu drehen (per Hand) und zum anderen solltet Ihr gerade am Anfang mit eher moderater Temperatur anfangen (der Abstand zum Feuer sollte so groß sein, dass Ihr die Hand hinhalten und im Sekundentakt bis 10 zählen könnt).

Nach ca. 45 Minuten kann der Abstand verringert werden, so dass sich die krosse Haus ausbilden kann.



Es funktioniert aber auch auf jedem anderen Grill mit Deckel und Drehspieß (oder als Beercan-Chicken). Regelt dazu Euren Grill auf indirekte 160 Grad ein. Nach 45 Minuten dann gerne auf 210 Grad hochfahren.


Kommen wir nun aber zum Hähnchen. Tupft es trocken und piekst dann mit einer Nadel oder einem spitzen Messer ganz viele kleine Löcher in die Haut. Dadurch wird das Fett besser ausgelassen und es kann am Drehspieß schön um das Hähnchen herumlaufen.


Benetzt das Tier mit wenig Öl und salzt es dann mit den Salzflocken.


Hiermit sind die Vorbereitungen auch schon fertig und das Hähnchen kann sich am Grill drehen.



Zum Hähnchen habe ich eine Orangengremolata gemacht. Die harmoniert mit ihrem feinen Aroma wunderbar. Schneidet dazu die Petersilie fein, gebt den fein geschnittenen Knoblauch und den Abrieb der Orange dazu und vermischt alles mit ein paar Salzflocken.


Nach etwa 30 Minuten auf dem Grill könnt Ihr die Butter schmelzen, auch hier etwas Salz reinmischen und damit nun alle 10 Minuten das Hähnchen einpinseln.



Nach 75-90 Minuten sollte das Fleisch (Schenkel und Brust) eine Kerntemperatur von etwa 75 Grad haben. Das ist der Zeitpunkt, an dem das Hänchen fertig ist.


Lasst es nochmal 5 Minuten ruhen und lasst es Euch schmecken.


Probiert das puristische Hähnchen gerne mal aus lasst mich wissen, wie Ihr es fandet.



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